CMC:2006


Zertifiziertes Credit Management (CMC:2006)

Als Geltungsbereich der freiwilligen Untersuchung und der abschließenden Prüfaussage werden die Prozesse des systematischen Credit Managements in Unternehmen definiert, die sich an den Mindestanforderungen für das Credit Management (CM) des BvCM e.V. und der FECMA, Federation of European Credit Management Associations orientieren. 

Die Mindestanforderungen (Ma)-CM geben Leitlinien und Hilfestellungen bei der Gestaltung und Optimierung dieser Prozesse. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass das CM ein definiertes Qualitätsniveau und damit im Sinne des Unternehmens dauerhaft eine hohe Wirksamkeit erreicht. Die MaCM können beim Bundesverband Credit Management e.V. (BvCM) bezogen werden. 

Auf Basis der MaCM hat der TÜVRheinland® das Zertifizierungsverfahren CMC:2006 für das Credit Management in privatwirtschaftlichen und öffentlichen Unternehmen, Körperschaften oder Behörden entwickelt.

Durch die externe und neutrale Auditierung des implementierten CM durch den TÜVRheinland® kann der Nachweis gegenüber Aufsichtgremien, Partnern und interessierten Dritten erbracht werden, dass angemessene CM-Prozesse im Unternehmen eingeführt, betrieben und weiterentwickelt wird. Darüber hinaus bietet die Auditierung auch solchen Unternehmen, die ihr CM optimieren oder erweitern wollen, die Möglichkeit, Verbesserungspotenziale oder Handlungsbedarf unabhängig und gezielt zu ermitteln.

Der zertifizierte CM Prozess kann Bestandteil des Risikomanagements und damit ein aktiver Beitrag zur dauerhaften Zukunftssicherung des Unternehmens sein. 

In der ersten Phase des Zertifizierungsverfahrens findet eine Prüfung der Dokumentation statt, aus der ersichtlich ist, wie die CM-Prozesse aufgebaut und in der Organisation verankert sind. Die Unterlagenprüfung versetzt die qualifizierten Auditoren in die Lage, die grundsätzliche Vorgehensweise des Unternehmens im Credit Management nachvollziehen zu können und eine erste Konformitätsbetrachtung zu den Mindestanforderungen durchführen zu können. Ein Abschlussprotokoll enthält eine erste Stellungnahme, potenzielle Abweichungen und weist auf Verbesserungsmöglichkeiten hin. 

In dem anschließenden Zertifizierungsaudit wird die Anwendung der beschriebenen CM-Prozesse im Unternehmen nachvollzogen. Der Schwerpunkt der Auditierung liegt darauf, festzustellen, inwieweit die Prozesse im Unternehmen tatsächlich eingeführt sind und von den Mitarbeitern verstanden und umgesetzt werden. Dazu werden Gespräche mit den verantwortlichen und den ausführenden Mitarbeitern geführt. Darüber hinaus werden Aufzeichnungen betrachtet, die einen Rückschluss darauf zulassen, ob das CM im Unternehmen konsequent und systematisch angewendet wird.

Nach Abschluss des Audits werden die Ergebnisse in einen Bericht dokumentiert und bei positivem Votum zur Zertifizierung an die Zertifizierungsstelle weitergeleitet. Die Zertifizierungsstelle führt die formale Prüfung durch und spricht die Zertifizierung mit dem Prüfsiegel „Zertifiziertes Credit Management (CMC:2006)“ aus.

Die Zertifikate werden für eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren erteilt und unterliegen einer jährlichen Überwachung.